Einleitung

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Inhaltsverzeichnis

Eine geheimnisvolle Welt

Die Fremde beginnt in Esydien hinter dem nächsten Hügel. Die Sterblichen haben zwar eine ungefähre Vorstellung von der Welt, ihren Bewohnern und Gefahren, doch sind die wenigstens je wirklich über ihr Heimatdorf hinausgekommen.
Nur ein kleiner Bruchteil der Welt ist urbar gemacht worden; riesige Wälder und unerforschte Gebirge, trügerische Sümpfe und scheinbar endlose Wüsten trennen die Lichter der Zivilisation. In jedem der weißen Flecken auf der Karte der Welt kann eine verborgene Stadt, eine vergessene Ruine oder ein geheimnisvolles Tal liegen.
Entdecker und Abenteurer folgen dem Ruf des Unbekannten und hoffen auf große Reichtümer, unsterblichen Ruhm oder eine Berührung des Übernatürlichen. Aufständische, Banditen, sogar missgestaltete Kreaturen aus dem Zeitalter des Chaos verbergen sich abseits der besiedelten Gebiete.
Doch auch die Zivilisation selbst ist voller Geheimnisse. Gelehrte erforschen in düsteren Kellern die arkanen Künste, Verschwörer planen den Sturz der Herrschenden, Diebesgilden suchen nach Wegen zu schnellem Reichtum, Kultisten suchen nach Anhängern und Opfern für ihre finsteren Gottheiten.

Eine magische Welt

Esydien ist eine magische Welt. Jeder ihrer Bewohner sieht fast täglich Magie geschehen – doch nicht die Magie eines Blitze werfenden Zauberers, eines Flammenschwertes oder Wunderheilers.
Er sieht, wie ein Bauer der Herrin der Winde opfert, damit sie sein Feld vor Sturm und Dürre verschonen möge. Er weiß, dass die greise Mutter des Dorfvorstehers zauberkräftige Kräuter kennt und damit Übelkeit vertreiben und tiefen Schlaf bescheren kann. Am Abend erzählt er seinen Kindern von den Elfen, die mit Tieren und Bäumen sprechen können.
Fast jeder weiß um die ferne Zeit, als Menschen aus dem Süden, die Tal'Hari, mit magischem Feuer und Totenbeschwörung die Welt zu beherrschen versuchten. Einigen Priestern werden neben dem Einfluss bei ihren Göttern übernatürliche Kraft nachgesagt, Geheimwissen, das ihnen ihre Gottheiten verraten haben. Alchimisten versuchen, sich die Elemente untertan zu machen, einige behaupten von sich, Krankheiten, Warzen und sogar das Alter selbst kurieren zu können. Die Wahrsager des fahrenden Volkes behaupten von sich, mit den Geistern der Toten sprechen zu können.
An diese Magie zu glauben und sie tatsächlich zu sehen, sind jedoch zwei Dinge, und auch wenn der Glaube an Waldgeister und Fabelwesen allgegenwärtig ist, haben nur die wenigstens je eine solche Kreatur gesehen – und die, denen es geschehen ist, waren danach oft nicht mehr dieselben.

Eine fremde Welt

Ziel dieses Rollenspiels ist nicht die detailgetreue Simulation unserer Wirklichkeit, sondern eine in sich logische und glaubwürdige, aber in vielem fremde Welt.
Die Bewohner und Naturgesetze Esydiens sind nicht die unserer Welt. Die Evolution hat nicht nur Riesen und Drachen hervorgebracht, sondern auch zu einer anderen Art von Menschen, Pferden und anderen scheinbar vertrauten Wesen geführt. Helden raffen sich auch nach dem Verlust eines Armes wieder zum Kampf auf, stemmen tonnenschwere Steinblöcke und erklimmen schier unüberwindliche Wände.
Kampftechnik und Kriegsführung, Handwerk und Wissenschaft sind andere Wege gegangen. Die Wunderwerke der Alchemie und Mechanik können die Möglichkeiten einer postindustriellen Gesellschaft übertreffen, während auch einfache Schusswaffen, Buchdruck und andere technisch nicht besonders fordernde Entdeckungen noch nicht gemacht worden sind.
Als Ausgangspunkt kann der Vergleich mit den Zuständen und Möglichkeiten einer mittelalterlichen Welt herhalten, doch ist dies allenfalls Indiz für die Wirklichkeit von Esydien.

Eine düstere Welt

Die Menschen haben die Welt von Riesen und Drachen geerbt, doch die Macht, sie tatsächlich zu beherrschen, haben sie nicht erhalten. Kriege, Katastrophen, Korruption halten die Menschheit in Armut, Unwissen und oftmals Verzweiflung.
Doch nach Jahrhunderten des Niedergangs erhebt sich das Haupt des Menschen langsam wieder, und altes Wissen wird wiederentdeckt, aufgegebene Gebiete werden zurückerobert – ein Aufstieg zu neuer Größe steht bevor. Der Weg jedoch führt durch Schmerz und Dunkelheit, und vielleicht wartet am Ende doch nur ein noch schrecklicheres Schicksal.
Es liegt an den Mutigen, Erleuchteten, vom Schicksal Auserwählten, die Welt in ein neues Zeitalter zu führen – und wie diese neue Zeit aussehen wird.

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