Ladland

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Übersicht

Regierungssystem: Feudalismus

Hauptstadt: Elstedt

Religion: Osund, Maruk, Achanat

Fortschritt: Rückständig (2)

Das Ladland gehört zum ehemaligen Herzland des Esydischen Reiches, ist jedoch durch den Zerfall des Reiches, Naturkatastrophen und Aufstände in Armut und Aberglauben gefallen.

Land

Einst bot das Ladland saftige Wiesen, fruchtbare Felder und vergleichsweise zahme Gewässer, doch sind im Lauf der letzten Jahrzehnte Flüsse dauerhaft über ihre Ufer getreten, ganze Regionen versumpft und Ernte um Ernte schlechter geworden. Die ehemals mit steinernen Wegweisern ausgeschilderten und gut befestigten Straßen werden schon lange nicht mehr gepflegt, und einige Siedlungen haben den Kontakt mit der Außenwelt vollständig verloren.

Leute

Die Bewohner des Ladlandes sind ein gebeuteltes Volk, das sich durch Not und Angst nicht selten gegen sich selbst wendet. Die wirtschaftlich oft katastrophalen Bedingungen haben Bande der Freundschaft und Loyalität gesprengt, und insbesondere auf dem Land ist sich inzwischen jeder selbst der nächste.

Aberglauben hält die verängstigten Menschen des Ladlands fest im Griff. Katzen, Raben, Ausländer, Hexen, Wolken, Waldgeister, stehendes Wasser, gekreuzte Hölzer sind bereits als Gründe für das Unglück des Landes identifiziert worden. Fremde sind gut beraten, sich zu Fragen der Religion nicht zu äußern, da auch Anhänger verschiedener Gottheiten sich mit Vorwürfen der Hexerei, Geisterbeschwörung oder Brunnenvergiftung konfrontiert sehen mussten.

Lokale Herrscher, Priester und Fremde müssen ständig damit rechnen, dass sich die Bevölkerung gegen sie wendet, weil es sie für eine erneute Missernte, Krankheiten oder andere Unbill verantwortlich macht.

Geschichte

Die Geschichte des Ladlandes ist außenpolitisch recht ereignislos, da es weder über Reichtümer verfügt, die eine Eroberung attraktiv erscheinen lassen, noch über eine nennenswerte Armee, um andere zu überfallen. In der jüngeren Geschichte ist es vermehrt zu Aufständen und Sippenkriegen gekommen, die das feudalistische Herrschaftssystem teilweise zum Erliegen gebracht haben. Viele Siedlungen haben sich durch eigenes Zutun oder Ohnmacht des Adels aus dem Machtbereich der Krone entfernt, und durch den Ausfall an Steuern verstärkt sich diese Bewegung sogar immer weiter.

Regierung

Staatsoberhaupt des Ladlandes ist König Kolnaun der Starke, dessen Beiname angesichts seiner tatsächlichen politischen Macht wie ein Witz wirkt. In seiner Jugend ein gefürchteter Turnierkämpfer und Streithahn, wird er jetzt im Alter mit politischen Entscheidungen überfordert, die schon mittelfristig über das Weiterbestehen seines Landes entscheiden werden. Die Staatskassen sind leer, so dass nur wenige Soldaten zur Verfügung stehen, das Land wieder unter Kontrolle zu bringen. Mit dem Einsatz beutefinanzierter Söldner, die sich praktisch kaum von staatlich sanktionierten Räubern unterscheiden, werden Aufstände niedergeschlagen und Banditen in ihre Schranken gewiesen. Die Wirkung auf die Zufriedenheit des Volkes ist verheerend.

Beziehungen

Lymor, Stromgard und Nordgard gehören zu den traditionellen Verbündeten des Ladlandes, doch werden die Beziehungen schon seit zwei Generationen kaum noch gepflegt. Ohne den Überfall durch den Bund von Adal hätte König Kolnaun II. sich vermutlich in naher Zukunft mit khoristanische Truppen vor seiner Hauptstadt auseinandersetzen müssen; durch den Krieg wurde er davon jedoch wenigstens vorerst verschont.

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