Westmark

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Übersicht

Regierungssystem: Feudalismus

Hauptstadt: …

Religion: Yserta und Nonis, Osund

Fortschritt: Rückständig (2)

Westmark ist ein nur spärlich besiedeltes Land, dessen Bewohner nur geringen Kontakt mit der restlichen Kultur Esydiens hatten und haben. Außerhalb ist das Land hauptsächlich für seine Pferdezucht bekannt.

Land

Der Name Westmark rührt her von den feuchten Böden, die das Land dominieren. Der Westwind trägt regelmäßig Regenwolken über das Land, und im Herbst versinken Wege und Siedlungen im Matsch.

Der Norden des Landes ist als Nebelmarschen bekannt und Heimat vieler seltsamer Kreaturen. Nur wenige Siedlungen überleben mehr als ein paar Jahrzehnte, und viele verschwinden schon weit früher. Trotzdem ziehen die Nebelmarschen immer wieder Glücksritter und Siedler an, da in den Flussbetten dieses geheimnisvollen Landes manchmal pures Gold zu finden ist. Im Süden leben teils nomadische, größtenteils aber sesshaft gewordene Sippen, die sich mit Viehhaltung und –zucht sowie der Jagd auf die zahlreichen wilden Tiere des Landes ihren Lebensunterhalt verdienen. Ackerbau wird kaum praktiziert, da die Böden für diese Art der Nutzung zu feucht sind und Westmarscher Ackerbau als triste und feige Tätigkeiten ansehen.

Leute

Westmarker leben ein auf den ersten Blick raues und etwas primitives, aber zugleich tief spirituelles und freudiges Leben. Der freie Himmel, die Schönheit eines Sonnenaufgangs über den Nebeln der Marsch, der Anblick eines wohl gestalteten, kraftstrotzenden Pferdes sind die Schätze des Westmarkers.

Hauptgottheiten sind Yserta und Nonis, wobei Yserta als beschützende Mutter- und Fruchtbarkeitsgöttin, Nonis als unerschrockener und häufig ungezügelter Patron der Jagd verehrt wird. Maruk hingegen wird fast ausschließlich von Einwanderern verehrt; in der Vorstellung der Einheimischen ist Maruk ein herrschsüchtiger Kriegsgott, der die von Yserta und Nonis geschaffene Harmonie bedroht.

Geschichte

Westmark wurde zur Zeit der Reichsgründung von primitiven Nomaden beherrscht, die in ständigem Krieg miteinander lagen. Truppen und Diplomaten des Königs von Esydien halfen dem stärksten Clan, ein Bündnis erst mit einigen, nach und nach mit praktisch allen Clans des Landes zu schließen, und brachten so Frieden und Ordnung über das Land.

Der Anführer des Clans, der so genannte Herr der Tausend Pferde, schwor dem König daraufhin seine Treue und die seiner Nachfahren über 100 Generationen, ein Schwur, an den sich bis einschließlich des gegenwärtigen alle Herrscher des Landes gebunden gesehen haben.

Auch der Fall des Reiches hat den Schwur für die stolzen Westmarker nicht gegenstandslos werden lassen, und gemeinsam mit den entfernt lebenden Lymoranern setzen sie sich für eine Wiederbelebung des Reiches ein.

Regierung

Für den Außenseiter häufig überraschend ist der Grad an Organisiertheit Westmarks. Auch wenn viele Bewohner des Landes keinen festen Wohnsitz haben, nur den Himmel selbst als Herr über sich anerkennen und weder Haus noch Straße errichten, sind die verschiedenen Stammeshauptleute und Sippenführer durch langfristige, detailliert ausgearbeitete Bündnisse verknüpft und dienen schließlich alle dem so genannten Herr der Tausend Pferde, dem obersten Kriegsherrn und Beschützer des Landes.

Beziehungen

Der Herr der Tausend Pferde unterhält diplomatische Beziehungen sowohl zu Lymor als auch zu Nordgard, die er als letzte reichstreue Landesteile ansieht. Beide beliefert er in Erfüllung alter Schwüre dem Reich gegenüber mit Pferden für ihre Streitkräfte.

Mit Barai und dem Bund von Adal kommt es gelegentlich zu Grenzkonflikten, und nicht selten ziehen westmarscher „Räuber“ durch die Gebiete seiner Nachbarn. Der Herr der Tausend Pferde streitet jede Verwicklung in die Vorfälle ab, doch gehen viele Westmarker davon aus, dass ihr Herrscher die Übergriffe herbeiführt, um die Stärke der verweichlichten Städter zu prüfen.

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